Wenn man nicht am Motörchen der Lütten was drehen kann, wie unser Meister Scharlachdorn, dann bleibt nur Abspecken. Bei Maschine und eventuell auch beim Fahrer(in). Wenn man etwas flotter vorankommen will. Deshalb wurde meine Itella - und auch Dax' Politesse - ordentlich erleichtert, nicht nur auf der Waage, sondern auch optisch. Plötzlich ist der dicke Bobbes weg. Die Schlankheitskur ist mit viel Arbeit verbunden, aber so was macht man ja gern. Bei mir ist diesbezüglich nix zu machen. Ein paar Jahre hatte ich Ruhe, was das Laminieren von Schutzblechen angeht. Nun bekomme ich eine Bestellung und freue mich auf die Arbeit, die mich für einige Zeit in der Werkstatt beschäftigen wird. Die Form hab ich ja bereits, also vorbereiten. Trennwachs, trocknen lassen und polieren. Dann kommt Trennlack drauf. Wieder trocknen lassen, und dann noch eine Lage Trennlack. Sicher ist sicher, denn das Harz nennt sich auch Klebharz, und das Lösen des Laminats aus der Form ist jedesmal aufregend. Dann kann also die Laminiererei losgehen. Man sollte eine Maske tragen, aber die stört ziemlich. Also Fenster auf (bei 3 Grad draußen ) und Luft anhalten. Die Form ist schwierig zu laminieren, zwei Krümmungen sind verdammt viel, und dann noch die vier Ausbuchtungen für die Befestigungen. Aber mit Köpergewebe geht das halbwegs, und schrittweise halt. Erst eine Lage Feingewebe, damit die Oberfläche perfekt glatt ist. Dann nacheinander drei Lagen 240er, und der Rohbau ist fertig. Das war gestern abend. Über Nacht kann das Gewebe aushärten. Heute morgen dann der Nervenkitzel: Geht das Laminat aus der Form raus? Man könnte vor dem Laminieren dünne Haushaltsfolie in die Form legen, als wirksames Trennmittel. Aber das gibt dann feine Falten, die ich vermeiden will. Ehrgeiz! Beim Lösen der Form ist ein Gummihammer unverzichtbar. Man erkennt gut die Stellen, wo das Laminat sich bereits gelöst hat. Da sind helle Flecken zu sehen, und so zieht und klopft man, bis keine dunklen Stellen mehr sichtbar sind. Dann muss es flutschen, und es flutschte auch. Jetzt kann man mit einem Filzer die Ränder markieren (das Laminat muss wieder in der Form sein). Und dann beschneiden bzw. mit der Säge die Ränder bearbeiten, wenn die Schere nicht reicht. Jetzt freue ich mich, dass der Rohbau geschafft ist. Bis ich plötzlich merke, dass die Ausbuchtungen für die vier Befestigungsschrauben verdammt nah beisammen sind. Da hatte ich die falsche Form erwischt. Das wird ein Blechle für eine Yamaha SR 500. Dumm gelaufen! Nid rischtisch uffgebasst. Nun kann alles noch mal von vorn losgehen.
Ja der SD hat’s drauf (Neid). Und deine Arbeit klingt ebenso professionell.( Neid) Zu leicht darf man aber auch nicht werden. Bei einer meiner letzen Touren war es sehr sehr windig und auf der Brücke musste ich ordentlich gegen halten. Bin selbst eher leichtere Bauweise 😉
Da jibbt et doch sicher einen interessierten für. Bei E-bucht oder anderweitig. Wäre sonst schade drum.
Das SR-Blechle geht garantiert schnell weg. Da gibts ne Renn-Szene, für die ich vor Jahren mal Fender gebaut hab. Einer von denen wollte gleich vier Stück. Aus lauter Frust hab ich heute den richtigen Rohbau laminiert. Beim Wachsen und Trennlacken musste ich den Kaminofen und die Heißluftpistole einsetzen, mangels Geduld. Morgen gehts dann etwas entspannter weiter.
edit: Die erste Anfrage für das SR-Blech ist bereits da.
Sodele, heute morgen wurde es wieder spannend. Dieses Baby wollte partout nicht kommen? Steißlage? Obwohl ich absichtlich nur drei Lagen laminiert hatte, damit das Blech elastisch bleibt, um sich leichter aus der Form zu lösen. Aber im Bereich der Spachtelei (wo das originale Blech Dellen hat, die man jedoch kaum wahrnimmt) wollte sich das Laminat nicht von der Form lösen. Und die Form ist recht steif, verformt sisch also nicht beim Einsatz des Gummihammers. Aber schließlich muss das Baby raus. Gewissermaßen eine Zangengeburt. Dann kam das Beschneiden (also ein Junge? ) und Waschen von Baby und Form, um den Trennlack zu entfernen. Und, wie sich das gehört, das Wiegen. Nun wartet es drauf, aufgepäppelt zu werden. Ich schätze, es wird in 24 Stunden das doppelte wiegen. Jetzt wirds mit lecker Kohlefaser gefüttert.
Und da ist der Spachtel noch drauf!
Der ging zum Glück ganz leicht mit einem Messer ab.
Jetzt gabs ein Fläschchen (bzw. zwei) lecker Epoxidharz mit Carbongewebe und noch ne Lage Glas drüber. Nun darf es sich ausstinken - gesund ist die Laminiererei leider nicht. Es sei denn, man kann in Bella Italia an der frischen Luft arbeiten, und die Sonne dient als Heizquelle. Aber sooo schön ist es dort momentan auch nicht, wenn ich mir das Wetter auf dem Satellitenbild ansehe. Nach etwa drei Stunden muss ich das Gewebe mit Folie abdecken und andrücken. Morgen kann ich dann die seitlichen Ränder verstärken, für die Optik. Scharfe Kanten sehen nicht so gut aus. Und immer wieder Zwangspausen. Die Profis backen ihre Laminate in einem speziellen Backofen (Autoklave) unter Druck, dann ist das Laminat nach 15 Minuten fest. Die wollen bzw. müssen Geld verdienen ...
Wozu braucht mein Sternchen (Leichtgewicht) ein Gewichtstuning, nur ein Original steht für ein echtes Exemplar! Gewichtstuning fängt bei den Personen an die im Sattel sitzen. Gruß Rolf der kein Gewichtstuning nötig hat, bei meiner Größe Idealgewicht, muss mich verbessern ein paar Prozente darunter.
Pulverbeschichtung, oder noch im herkömmlichen Sinn mit der Spritzpistole, oder folieren,alles eine Preisfrage. Ob glänzend oder matt, vielleicht werden die fertigen Teile hier präsentiert, bin ich in mal richtig gespannt darauf, denn damit kenne ich mich aus, fachliches Personal hab ich in der Familie! (ein Meister seines Fachs) Gruß Rolf